Dr. Joachim Otremba

Berlin


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Die Ästhetische Transformation des Radikalen Konstruktivismus    

0. Einleitung

Kant´s transzendental-ästhetischen Anschauungsformen Raum und Zeit haben aus der Perspektive des Radikalen Konstruktivismus den Status von hypothetischen Konstrukten. Da die indoeuropäischen Sprachen eine objekt-ontologische Weltauffassung implizieren, muss der menschliche Geist, der sich in sprachlichen Zeichen ausdrückt, notwendig Raum und Zeit konstruieren, um die Objektkonstanz und die Prozesshaftigkeit der Welt denken zu können. Die epistemische Situation der Menschheit kann mit der der Gefangenen in der platonischen Höhle verglichen werden, wobei die Retina metaphorisch als Höhlenwand und die wahrgenommenen Schatten an der Wand als Muster auf der Netzhaut gedeutet werden können, die durch einen kleinen Teil des elektromagnetischen Wellenspektrums des Lichts erzeugt werden, das von der Oberflächenstruktur wahrgenommener bzw. in konstruktivistischer Lesart konstruierter Objekte reflektiert wird. Der menschliche Geist ist im Prinzip in dieser beschriebenen Situation gefangen, d. h. aus zweidimensionalen, um 180 Grad gedrehten Mustern auf der Retina, wird eine vierdimensionale raum-zeitliche Wirklichkeit konstruiert, an deren externalisierte Konstrukte natürliche Personen schließlich im Sinne eines metaphysischen Realismus glauben. Die Idee der ästhetischen Transformation des radikalen Konstruktivismus besteht im Prinzip darin, ein begrifflich/digital beschriebenes System in anschauliche/analoge Muster zu übersetzen, um dadurch die Konstruktionalität der Wahrnehmung (Aisthesis) und in einem weitergehenden Sinn deren Rolle bei der Konstruktion von Weltbildern zu zeigen.

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